Passat Variant GLI
1,6l 110PS Bj. 10/79

Tuning der 80er

Der Winter-GLI

Im November 1997 mußte ich mal wieder Ausschau nach einen geeigneten Winterauto halten.

Ein Arbeitskollege, der von meiner Passat-Sucht wußte, bot mir einen Variant GLI aus seiner Nachbarschaft an. Mit 200,- DM war ich dabei. Da brauchte ich natürlich nicht lange überlegen.



Zunächst waren allerdings erst einmal diverse Arbeiten von Nöten um den Wagen wieder auf der Straße bewegen zu können. Der GLI ließ sich leider vor, noch zurück bewegen. Die linke Antriebswelle hatte vollends ihren Geist aufgegeben. Schnell war sie erneuert und noch eben den Auspuff geflickt, schon konnte es losgehen. Als ich dann rückwärts von der Bühne fahren wollte, habe ich den Rückwärtsgang zunächst nicht reingekriegt.Immer wieder habe ich es versucht, runterdrücken und nach vorne links, aber er ging nicht rein. Irgendwann habe ich es dann mal hinten rechts versucht. Das funktionierte auf Anhieb. Der Wagen war also mit einem 5-Gang-Getriebe ausgerüstet. Die Kennbuchstaben lauten übrigens "2P".Insider wissen, daß es sich hierbei um das begehrte Sportgetriebe aus dem 112PS-GT handelt.

Einer der Vorbesitzer hatte sich mit dem Wagen mal richtig Mühe gegeben.

Weitere Extras:

  • Unterfahrschutz
  • 4 Einzelsitze, Fahrersitz Recaro
  • Dachreling
  • Mittelkonsole vom Audi 80
  • AHK
  • Laderaumabdeckung
  • Tieferlegung vorne
  • Kamei-Frontspoiler
  • BMW-Stahlfelgen 5,5*13,ET 12 in Wagenfarbe
  • Sonnendach
  • Lufthutze auf der Motorhaube
  • Hecklappe komplett umgearbeitet, Nummernschild sitzt links
  • 80er Rohr als hintere Stoßstange
  • elektrisch verstellbare Außenspiegel
  • Ich selber habe an dem Wagen nicht mehr viel "gebastelt". Lediglich eine Transistorzündanlage und eine Standheizung habe ich dem Wagen noch gegönnt. Auch die Pannenstatistik kann sich sehen lassen, eine Lichtmaschine und eine Steuergerät für die Zündung mußte ich in der ganzen Zeit erneuern.

    So weit die gute Seite dieses GLI. Leider ist der Allgemeinzustand des Wagens sehr schlecht. Mit Mühe und Not hat er 1998 noch einmal die TÜV-Hürde genommen. Im Januar 2000 war sein Ende aber besiegelt. Obwohl die Plakette noch bis Oktober gültig gewesen wäre, habe ich es vorgezogen ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Die Löcher im Kotflügel wurden mittlerweile doch arg groß, die Hamdbremse hat ihren Geist aufgegeben. Desweiteren ließ der Tank nur noch ein Füllvolumen von ca. 20 Litern zu, auch hier hatte die braune Pest erbarmungslos zugeschlagen. Bei größerer Füllmenge ergoß sich der ganze Sprit auf der Straße.

    Nur der Motor war nicht unterzukriegen, selbst längere Vollgasfahrten auf der Autobahn überstand er unbeschadet. Dank des Getriebes hat die Tachonadel übrigens die 200 km/h-Marke fast erreicht und das mit einer Laufleistung von 327.000 km. Ob das jedoch noch der erste Motor ist, vermag ich nicht zu sagen.

    Mittlerweile ist das gute Stück längst ausgeschlachtet worden und der sachgerechten Verwertung zugeführt.



    ©2000 Olaf Steenbock       letzte Änderung:21.01.2009